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Personengetragenes PM-Monitoring: Update 2026 mit zehn Neuerungen

09.09.2026

Klassische Verfahren zur Messung von A-Staub liefern einen Mittelwert der Exposition. Zusammen mit einer Laboranalyse zeigen sie, welcher Anteil des gesammelten A-Staubs auf einen bestimmten Stoff entfällt. Was ein gravimetrisches Ergebnis nicht zeigt, ist der zeitliche Verlauf der Exposition. Derselbe Mittelwert kann aus dauerhafter Exposition, mehreren kurzen Spitzen oder einem einzigen Ereignis entstehen. Er steht zudem nur für die eine Person oder den einen Messpunkt, nicht für den gesamten Arbeitsbereich.

Personengetragenes PM-Monitoring mit Dustlight schließt diese Lücke vor, während und nach einer gravimetrischen Messkampagne. Das Update vom September 2026 erweitert es an zehn Stellen.


KZW und Schichtmittelwert auf dem Display

Beschäftigte sehen den Schichtmittelwert direkt am Gerät, nicht erst am Ende der Woche im Bericht. Mit der Firmware 3.6.0 erscheinen der laufende Kurzzeitwert und der laufende Schichtmittelwert neben dem aktuellen Messwert auf dem Display. Beide sind Zwischenwerte: Der endgültige Schichtmittelwert steht erst nach Ablauf des Beurteilungszeitraums fest, und ein gleitender 15-Minuten-Wert weist auf eine kurzzeitige Entwicklung hin, ohne einen verbindlichen Kurzzeitwert zu ersetzen.

Warum das wichtig ist? Wer Hartholzplatten schleift, sieht den Schichtmittelwert steigen und verschiebt die Absaugung um zehn Uhr, statt eine Woche später davon zu lesen. Bisher erreichte dieser Wert nur die auswertende Stelle, fast nie die tragende Person. So lässt sich noch während der Tätigkeit nachsteuern: die Absaugung nachführen oder Abstand zur Quelle gewinnen.

Wichtig: Für Verlauf, Trends, Dokumentation von Überschreitungen und Auswertung benötigen Sie die Softwarelizenz „Business“ in der Dustlight-App und der Webanwendung.

Sie nutzen Dustlight bereits, aber nicht das volle Potenzial der App? Testen Sie die erweiterten Funktionen kostenfrei! 14 Tage lang.


Dustlight mit Materialanteil und Korrekturfaktor näher an Ihre Umgebung bringen

Dustlight ergänzt die gravimetrische Messung, es ersetzt sie nicht. Das Labor liefert die Referenzkonzentration und, sofern analysiert, den Anteil eines bestimmten Stoffes wie Quarzfeinstaub. Dustlight liefert das zeitliche Belastungsmuster. Mit dem September-Update lässt sich beides verbinden. Aus dem Laborergebnis wird ein kundeneigener Korrekturfaktor berechnet. Der im Labor bestimmte Materialanteil lässt sich in der Materialkonfiguration hinterlegen. Damit ist ein häufiger Einwand aus technischen Bewertungen beantwortet, das Gerät sei nicht auf das eingesetzte Material abgestimmt. Grundlage sind Laborwerte, die im Unternehmen ohnehin vorliegen. Dustlight rückt so näher an Material, Prozess und reale Belastung.

Warum das wichtig ist? Die gravimetrische Messung bleibt das Referenzverfahren, wenn die inhalative Exposition nach TRGS 402 beurteilt wird. Zusammen mit einer Laboranalyse liefert sie einen Mittelwert und den Anteil eines bestimmten Stoffes, etwa Quarzfeinstaub. Ein gravimetrisches Ergebnis gibt einen Mittelwert für den Messzeitraum an, zeigt aber nicht den zeitlichen Verlauf. Derselbe Mittelwert kann aus dauerhafter Belastung, mehreren kurzen Spitzen oder einem einzigen Ereignis entstehen. Er steht zudem nur für eine Person oder einen Messpunkt, nicht für die Belastung im gesamten Arbeitsbereich.

Wichtig: Dustlight misst A-Staub optisch, kann aber nicht bestimmen, ob einzelne Partikel aus Quarz oder einem anderen Stoff bestehen. Für die tatsächliche Zusammensetzung bleibt die Laboranalyse erforderlich. Dustlight ersetzt die gravimetrische Messung als Referenzverfahren für die Beurteilung nach Gefahrstoffrecht ebenfalls nicht.

Sie möchten wissen, wie Dustlight das möglich macht? Lesen Sie den Beitrag zu unserem Messprinzip.


Dustlight zeigt jetzt den PM2.5-basierten Wildfire AQI

Dustlight ordnet die PM2.5-Konzentration der Außenluft direkt am Arbeitsort in eine Wildfire-AQI-Skala ein. Die regionale Skala kann passend zum Einsatzgebiet gewählt werden.

Warum das wichtig ist? Bei Rauch aus Waldbränden müssen Arbeitgeber entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen im Freien weitergearbeitet werden kann. Regionale Messstationen können die tatsächliche Belastung am konkreten Arbeitsort jedoch nur begrenzt abbilden. In Kalifornien verpflichtet Title 8, Abschnitt 5141.1 Arbeitgeber zu Schutzmaßnahmen, sobald der AQI für PM2.5 einen Wert von 151 erreicht. Ab einem AQI von 500 ist Atemschutz vorgeschrieben. Mit Dustlight lässt sich der relevante PM2.5-basierte Index direkt am Einsatzort erfassen, anstatt ihn ausschließlich aus den Daten einer entfernten Messstation abzuleiten.

Wichtig: Der Wildfire AQI dient zur Einordnung der PM2.5-Belastung in der Außenluft und ist kein Arbeitsplatzgrenzwert. Mit diesem Update werden die Indexwerte zunächst direkt auf dem Dustlight-Display angezeigt. Die Auswertung in der Software folgt mit einem kommenden Release.


Ladestation: bis zu 6 Geräte gleichzeitig laden und auslesen

Sechs Geräte gleichzeitig laden, über USB auslesen und die Flotte an einem Ort halten. Wandmontage möglich, mehrere Stationen verkettbar. Made in Germany.

Warum das wichtig ist? Ein Sicherheitsteam mit zwanzig Geräten in zwei Schichten liest die gesamte Flotte an einer Station aus, statt jedes Gerät einzeln zu koppeln. Wo private Telefone nicht erlaubt sind, ist das Kabel der einzige Weg für die Daten. Erst dadurch wird ein Messprogramm an solchen Standorten überhaupt möglich.

Wie funktioniert PM-Monitoring an Standorten ohne erlaubte Telefone?

In vielen Produktionsbereichen sind private Telefone untersagt, in der Verteidigungsindustrie sind funkende Aufzeichnungsgeräte oft ganz ausgeschlossen. Im USB-only-Mode nimmt der Kabelweg das Telefon aus der Datenstrecke. Wenn die Aufzeichnung selbst der Einwand ist, läuft das Gerät ausschließlich als Warngerät in Echtzeit.


Dustlight wird bei Bedarf zum stationären PM-Messgerät

Bereichsmessungen lassen sich mit den Geräten durchführen, die am Standort bereits vorhanden sind. Solange das Gerät an der Stromversorgung hängt, misst es durchgehend, und der Stationärmodus startet automatisch, ohne dass eine Einstellung nötig ist.

Warum das wichtig ist? Ein Sicherheitsteam in einer Gießerei, das die Auspackzone statt jeder einzelnen A-Staub-Belastung beurteilen will, lässt ein Gerät in der Ladestation laufen. Das beantwortet eine andere Frage: ob die Absaugung über der Zone hält. Ein stationäres Messgerät muss dafür nicht gekauft werden, und der Ort, an dem die Geräte nachts laden, wird zum Messpunkt. Ein Messwert aus dem Atembereich, also 20 bis 30 Zentimeter um Nase und Mund, beschreibt weiterhin die einzelne Person.

Wichtig: Eine stationäre Messung ersetzt die personengetragene Messung nicht. Arbeitsplatzgrenzwerte beziehen sich auf das, was eine Person einatmet, nicht auf die Raumkonzentration.


Dustlight spricht jetzt 14 Sprachen

Dieses Release ergänzt 8 weitere Sprachen in der App und auf dem Messgerät selbst. Oberfläche, Messwerte und Warnungen folgen der eingestellten Sprache.

In Dustlight verfügbare Sprachen

  • Deutsch
  • Englisch
  • Spanisch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Portugiesisch (Brasilien)
  • Niederländisch
  • Dänisch
  • Norwegisch
  • Schwedisch
  • Finnisch
  • Polnisch
  • Tschechisch
  • Türkisch

Warum das wichtig ist? Auf einer Abbruchbaustelle, auf der die Betonschneider Polnisch und Rumänisch sprechen, laufen Einweisung und täglicher Einsatz in der Sprache der Beschäftigten. Das beschleunigt die Einrichtung vor Ort und erhöht die Akzeptanz im Team. Entscheidend ist, dass die Sprache das Gerät erreicht: Eine Warnung, die niemand lesen kann, führt zu keiner Reaktion.


Dustlight auf Ihre Anforderungen einstellen

Über die Voreinstellungen hinaus richten Nutzer einen eigenen Custom Operation Mode ein. Justierbar sind Displayhelligkeit und Messintervall, und damit die Laufzeit des Akkus. Jede Einstellung wird erklärt und dargestellt.

Warum das wichtig ist?

  • Eine Laufzeitangabe für jede Einstellung: Zu jeder gewählten Kombination erscheint die erwartete Laufzeit direkt daneben. Kein Nachschlagen in einer Tabelle, kein Ausprobieren über eine ganze Schicht.
  • Messung im Sekundentakt und ein voller Arbeitstag schließen sich nicht aus: Selbst im Sekundentakt sind rund 13 Stunden Laufzeit erreichbar.
  • Passend statt kompromissbehaftet: Kurze Intervalle für die genaue Analyse, längere für die dauerhafte Überwachung, jeweils mit der zugehörigen Laufzeit.

Lokale Datenspeicherung deaktivieren

Dustlight kann an Standorten eingesetzt werden, an denen Messdaten nicht auf dem Gerät gespeichert werden dürfen. Die Speicherung der Messwerte lässt sich dauerhaft deaktivieren. Das Gerät misst und warnt weiterhin in Echtzeit, legt jedoch keinen Belastungsverlauf auf dem Gerät ab.

Warum das wichtig ist? Manche Unternehmen möchten Dustlight ausschließlich als Warnmonitor einsetzen, ohne dass personenbezogene oder arbeitsplatzbezogene Staubdaten gespeichert werden. Der No Storage Mode ermöglicht genau das: Die Echtzeitwarnung bleibt erhalten, während keine Messhistorie auf dem Gerät entsteht.

Wichtig: Ohne Speicherung steht kein Belastungsverlauf für eine spätere Auswertung zur Verfügung. Dokumentationspflichten müssen in diesem Fall auf anderem Weg erfüllt werden.


Firmware 3.6.0

Geräte im Feld gewinnen Funktionen, ohne dass an der Hardware etwas verändert wird. Das Update kommt drahtlos über die App und dauert bis zu zehn Minuten je Gerät.

Warum das wichtig ist? Bestehende Flotten müssten sonst technisch verändert werden, um neue Funktionen zu erhalten. So wächst der Funktionsumfang im Bestand ohne zusätzliche Kosten, und die gesamte Flotte bleibt auf einem Firmware-Stand.


Dustlight liefert Kontext vor, während und nach der gravimetrischen Messung

Dustlight begleitet den gesamten Messprozess.

  • Vor der gravimetrischen Messung hilft es zu erkennen, wo die Belastung am höchsten und eine Referenzmessung am sinnvollsten ist.
  • Während der Messung liefert die parallele Dustlight-Messung die Daten für den Korrekturfaktor.
  • Danach überwacht Dustlight den Prozess zwischen den gravimetrischen Messungen und zeigt, ob sich die Bedingungen ändern.

Vom Mittelwert zum vollständigen Belastungsmuster

Eine gravimetrische Messung kann für völlig unterschiedliche Situationen denselben Schichtmittelwert ausweisen. Dustlight zeigt, wann die Belastung tatsächlich auftrat und ob der Mittelwert aus dauerhafter Belastung, wiederkehrenden Spitzen oder einem großen Ereignis entstand. So lässt sich die verantwortliche Tätigkeit leichter benennen.

Vom einzelnen Messpunkt zur individuellen Belastung

Die Belastung kann sich selbst innerhalb eines Bereichs deutlich unterscheiden. Wer das Werkzeug führt, wer zuarbeitet und wer einige Meter entfernt steht, nimmt je nach Abstand und Luftströmung sehr unterschiedliche Konzentrationen auf. Die Exposition mehrerer Personen oder Orte zu erfassen ergibt deshalb ein vollständigeres Bild als ein einzelner gravimetrischer Messpunkt.


Häufige Fragen zum Release

Worin unterscheiden sich Schichtmittelwert und Kurzzeitwert?

Der Schichtmittelwert beschreibt die aufsummierte Belastung über die Schicht, in der Regel über acht Stunden. Der Kurzzeitwert beschreibt die Intensität in einem kurzen Fenster, üblicherweise über 15 Minuten. Die TRGS 900 legt Arbeitsplatzgrenzwerte als Schichtmittelwert fest und begrenzt Spitzen über Überschreitungsfaktoren. Beide Werte können unabhängig voneinander überschritten werden. Für quarzhaltigen Staub gilt zusätzlich die TRGS 559.

Worin unterscheiden sich Korrekturfaktor und Kalibrierung?

Ein Korrekturfaktor passt den Messwert eines Geräts an eine Referenzmessung unter gleichen Bedingungen an. Genau diesen Begriff verwendet auch NIOSH in seinem Manual of Analytical Methods. Eine Kalibrierung im messtechnischen Sinn des Internationalen Wörterbuchs der Metrologie stellt eine dokumentierte Beziehung zu einem Normal her, mit angegebener Messunsicherheit und unter akkreditierten Bedingungen.

Lässt sich ein Gerät personengetragen und stationär einsetzen?

Ja, mit Einschränkungen. Am Körper misst es die Belastung im Atembereich, an der Stromversorgung misst es durchgehend an einem festen Punkt. Ein stationäres Ergebnis beschreibt einen Ort, nur ein Wert aus dem Atembereich beschreibt eine Person.

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